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Ahnenforschung (Genealogie) ist sicher
einer der wichtigsten Gründe, sich überhaupt mit Internetseiten wie
dieser zu befassen. Wie gehen Sie dabei am besten vor ?
Ahnenforschung ist sehr
zeitaufwändig und es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Sache
anzupacken.
Prinzipiell stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
Der Suchdienst
des DRK
Dieser befasst sich ausschliesslich mit lebenden Personen.
Hier kommen Sie also nur weiter, wenn z.B. durch den Krieg Verbindungen
abrissen und Sie davon ausgehen können, dass die gesuchten Personen noch
leben. Fast 60 Jahre nach Kriegsende dürfte diese Art von
Nachforschungen kaum noch nötig sein - die Klassische Ahnenforschung ist
es ohnehin nicht.
Das
Genealogienetz
ist eine sehr interessante Startplattform für Familienforschung in
deutschsprachigen Raum.
Immer mehr Informationen werden über das Internet zugänglich gemacht,
schließlich ist auf diese Weise ein sehr wirtschaftliches Arbeiten
möglich, wie effektiv es letztendlich ist, hängt von der eigenen
Methodik ab.
Mit dem
Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreussen
kommen wir unserem speziellen Interessengebiet immer näher. Offenbar
stehen die Chancen, das Ziel zu erreichen gar nicht so schlecht, denn
...
“Die wichtigsten Bestände befinden sich im Original oder als Verfilmung
in Deutschland. Bestände im heutigen Polen sind wieder benutzbar. Die
Bedingungen sind nicht sehr viel schwieriger als in Deutschland. Dagegen
sind die erhaltenen Bestände im heutigen Russland gering und kaum
geordnet. Ihre Benutzung ist fast nicht möglich.
Grosse Bestände an Kirchenbüchern sind bei Kriegsende mitgenommen
worden. Die evangelischen Kirchenbücher lagern zentral im "Evangelischen
Zentralarchiv" in Berlin, die katholischen Kirchenbücher im
"Bischöflichen Zentralarchiv" in Regensburg. Beide Archive sind der
privaten Forschung zugänglich. Das Berliner Archiv hat einen käuflichen
Bestandskatalog herausgegeben. Die Masse der Kirchenbücher wurde jedoch
bereits vor dem Krieg verfilmt. Die Filme lagern in der "Deutschen
Zentralstelle für Genealogie" in Leipzig und sind dort einsehbar. Ein
Katalog ist im Handel erhältlich.
Die im Forschungsgebiet verbliebenen Kirchenbücher und Kirchenakten
wurden in Polen, soweit es am Ort eine Kirchengemeinde gleicher
Konfession gibt, und das trifft meist nur für die katholischen
Kirchenbücher zu, vielfach bei der dortigen Pfarrei belassen, ältere
Bestände auch an die Diözesanarchive abgegeben. Die übrigen
Kirchenbücher lagern in den staatlichen Wcjewodschaftsarchiven. In
Russland ist die Lagerung dem Zufall überlassen. Das gilt auch für die
übrigen dortigen Archivbestände.
Standesamtsunterlagen sind überwiegend vor Ort geblieben. Sie werden in
Polen, soweit erhalten, bei den Nachfolgebehörden der deutschen
Standesämter aufbewahrt. Nur die über einhundert Jahre alten Bestände
befinden sich in den Staatsarchiven.
Das "Geheime Staatsarchiv Preussischer Kulturbesitz" in Berlin als das
zentrale Archiv des preussischen Staates enthält eine Fülle von
Beständen zu Ost- und Westpreussen.
Das ehemalige "Königsberger Staatsarchiv" ist in seinen wesentlichen
Teilen nach Deutschland gebracht worden und bildet heute die
Hauptabteilung XX des erwähnten Geheimen Staatsarchivs in Berlin. Zu den
Beständen sind mehrere Aufsätze erschienen, so auch im 30. Jahrg.
(1982), Bd. 13 unserer Vereinszeitschrift.”
Quelle: Verein für Familienforschung in Ost- und Westpressen
(s.o.)
Leider habe ich selbst im Moment weder die Zeit für Ahnenforschung -
noch habe ich Erfahrungen damit.
Daher kann ich Anfragen dazu auch nur bedauernd ablehnen.
Ich wünsche allen, die dieses schwierige Stück Arbeit in Angriff nehmen,
besten Erfolg.
Ihr
Harro Pischel
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